[Rezension] Erika Johansen - The Queen of the Tearling

grass-harp | Montag, 13. Juli 2015 | / / |
High Fantasy Tearling #1 goodreads
eBook, 332 Seiten; Harper Books

Das Setting von “The Queen of the Tearling” ist an sich ziemlich gewöhnlich. Ein Königreich, in dem die Königin tot ist, sodass nun ihr Bruder regiert und Angst hat, dass die verschollene Thronfolgerin ihm seinen Platz klauen wird. Hinzu kommt ein Nachbarkönigreich inklusive mieser Königin; viel Leid, Sklaverei und Elend, und das Chaos ist perfekt. Damit war’s das aber auch schon mit den Gewöhnlichkeiten, denn wenn das Buch eins kann, dann ist das, diesen Rahmen ganz bunt und wild und toll zu füllen.

Mir hat „The Queen of the Tearling“ so gut gefallen, weil viel über Geschichte und Politik geschrieben wird und das nicht nur als Nebenthema (weil es eben sein muss), sondern um das Land Tearling wirklich kennenzulernen, um sich ein Bild von den ganzen Machenschaften und den verqueren Abkommen machen zu können. Richtig toll fand ich hier besonders, wie kritisch die Kirche betrachtet wird, sowie die Trennung von Staat und Religion. Das ist mir in solchen Büchern noch viel zu selten untergekommen.

Faszinierend fand ich auch die Mischung aus Fantasy und Dystopie. Immer wieder werden Bemerkungen fallen gelassen, dass Tearling eigentlich als sozialistische Utopie gegründet wurde, was gehörig schief gegangen ist. Ich wünsche mir bitte mehr Details in dieser Richtung im zweiten Band!

Überhaupt gibt’s eine ganze Menge Fragen und Geheimnisse, die geklärt werden und wegen denen ich wie auf heißen Kohlen sitze. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band in die Hände zu kriegen und ebenso zu verschlingen wie den grandiosen Auftakt dieser Reihe.

Kommentare:

  1. Den Religionsaspekt hatte ich ja schon wieder verdrängt! Dabei mochte ich zumindest den einen Priester reeeeeelativ gerne. Wobei ich Kelseas klare Aussage, dass sie Atheistin ist (oder zumindest religionslos? Ich weiß nur noch 100%ig sicher, dass sie meinte, dass sie nicht an Gottheiten glaubt), auch mal sehr erfrischend fand. Ansonsten begegnen mir immer nur Bücher, in denen es einfach gar nicht angesprochen wird, die Charaktere zweifeln oder religiös sind. Wobei die Bücher, in denen es wirklich einfach nicht zur Rede kommen, da definitiv überwiegen.

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  2. Hmm...mit Königinnen hat man es ja derzeit im YA-Fantasy Bereich. Ich stolpere immer wieder über das Buch, da es jetzt auch bei Heyne (?) in Deutschland veröffentlicht wurde. Deine Rezi klingt schon sehr einladend, aber so ganz sicher bin ich nicht ob es was für mich wäre.

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  3. Du hast vergessen die tollen Figuren zu erwähnen :D Kelsey selbst und the Fetch und ihre Leibgarde <3

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