[Rezension] David Iserson - Firecracker

grass-harp | Samstag, 19. Oktober 2013 | / / |
YA Contemporary - goodreads
Hardcover, 336 Seiten; Razorbill
Being Astrid Krieger is absolutely all it's cracked up to be. She lives in a rocket ship in the backyard of her parents' estate. She was kicked out of the elite Bristol Academy and she's intent on her own special kind of revenge to whomever betrayed her. She only loves her grandfather, an incredibly rich politician who makes his money building nuclear warheads. It's all good until...
"We think you should go to the public school," Dad said.
This was just a horrible, mean thing to say. Just hearing the words "public school" out loud made my mouth taste like urine (which, not coincidentally, is exactly how the public school smells).
Will Astrid finally meet her match in the form of public school? Will she find out who betrayed her and got her expelled from Bristol? Is Noah, the sweet and awkward boy she just met, hiding something?
via

Als absoluter Fan der Serie “New Girl” musste “Firecracker” bei mir sofort ins Regal. Die Hoffnung: Ähnlich komischer Humor wie bei New Girl, verrückte Figuren und eine ganze Menge Spaß.

Was ich bekam, war fast das. David Iserson ist ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen, indem er noch eine ganze Priese schwarzen Humor mitgeliefert hat (der manchmal doch etwas hart an der Grenze ist). Die Hauptfigur Astrid Krieger stammt nämlich aus einer steinreichen Familie, die sich ihr Vermögen mit Waffenhandel verdient hat. Ihr Opa ist ein ziemlich cleverer Fuchs, aber alles andere als ein gemütlicher Geschichtenopa. Als “nett” oder “freundlich” würde ich ihn nicht unbedingt bezeichnen – und doch ist er der einzige in der Familie, den Astrid wirklich liebt. Außerdem gibt es noch die Mutter Vicy, die sich alle paar Jahre einer Schönheits-OP unterzieht, die Schwester Lisbeth, die mit allem glücklich ist (und ein bisschen blöd wirkt), und der Vater, der im Waffenkonzern nur arbeitet, um in seinem Büro mit Modellflugzeugen spielen zu können.

Ziemlich abgefahrene Leute also, die gemeinsam auf dem Anwesen der Kriegers wohnen. Es macht aber Spaß, mit ihnen Zeit zu verbringen und Astrids trockene Kommentare zu lesen. Der Schreibstil ist dabei nicht außergewöhnlich, aber mit seinen sarkastischen Formulierungen trifft Iserson oftmals den Nagel auf den Kopf.

Im Mittelpunkt steht, dass Astrid in eine staatliche Schule geschickt wird, nachdem sie ihre gesamte Schulkarriere nur auf Privatschulen verbracht hat. Die übliche Cliquenbildung; Schließfächer, die die Flure säumen – all das ist ihr unbekannt und sie ist auch nicht sonderlich motiviert das kennenzulernen. Viel lieber will sie herausfinden, wer sie an ihrer alten Schule verpetzt hat... und möglichst schnell wieder dorthin zurückkehren.

Natürlich ist das alles ein bisschen überzogen dargestellt. Bestimmt liegen zwischen solchen Privatschulen und den ganz normalen High Schools Welten, aber ganz so stark wie hier sicherlich nicht. Allerdings merkt man durchweg, dass David Iserson das, was er da schreibt, nicht so ganz ernst meint, sondern selbst alles etwas durch den Dreck zieht.

Ich kann mir vorstellen, dass einige Leute mit dem Buch ihre Schwierigkeiten haben werden. Es gibt zwar einen roten Faden und Fragen müssen geklärt werden, sodass ein wenig Spannung aufkommt. So wahnsinnig viel passiert aber doch nicht; viel mehr geht es um Astrids vermeintliche Inkompatibilität mit dem Nettsein und dem „niederen“ High-School-Volk. Für mich war das die meiste Zeit ziemlich komisch zu lesen und da das Buch nicht so dick ist, zieht es sich kaum in die Länge. Wer aber nach mehr Substanz oder realitätsnäheren Thematiken sucht, sollte besser an einer anderen Stelle gucken.

Kommentare:

  1. Bin gestern damit fertig geworden, besser hätt ichs jetzt auch nicht sagen können! ich fands schon super, und wirklich sehr lustig, aber du hast recht, manchmal ist es schon seeeehr an der Grenze. Ich bin irgendwie, grade weil nicht übermäßig viel passiert, nur sehr langsam durchgekommen, bissl anstrengend war es stellenweise schon. Glaube auch, dass sich da einige schwer mit tun würden XD aber ich will unbedingt mehr von Iserson lesen!

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    1. Jaaa, du mochtest es auch \o/ \o/
      Bei mir ging es schnell, weil ich irgendwie viel Zeit hatte und auch gut ins Buch reinkam, aber kann mir schon vorstellen, dass das nicht ganz so einfach ist. Aber Astrid war doch der Hammer, oder? :D
      Oh ja, ich auch! Hoffentlich plant er neben der fleißigen New Girl Schreiberei bald was Neues :D

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    2. Astrid war einfach super! XD ich musste so oft sehr laut lachen haha...einmal auch in der SBahn, wurde dezent komisch angeschaut.
      Ach das kann auch bei mir so gewesen sein, weil ich so viel Stress hatte mit der Schule die letzte Woche, viel zu lernen etc.
      ja bitte! Aber New Girl ist halt auch einfach sooo lustig XD

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