[Rezension] David Levithan, Andrea Cremer - Invisibility

captain cow | Donnerstag, 25. Juli 2013 | / |



Titel: "Invisibility"
Autoren: David Levithan, Andrea Cremer
Auf Deutsch: -
Reihe: -
Genre: Young Adult, Urban Fantasy
Seitenzahl: 358
Erscheinungsdatum: Mai 2013
Format: Taschenbuch // Penguin
Wohltäter: Der Kapitän


Stephen is used to invisibility. He was born that way. Invisible. Cursed.
Elizabeth sometimes wishes for invisibility. When you’re invisible, no one can hurt you. So when her mother decides to move the family to New York City, Elizabeth is thrilled. It’s easy to blend in there.
Then Stephen and Elizabeth meet. To Stephen’s amazement, she can see him. And to Elizabeth’s amazement, she wants him to be able to see her—all of her. But as the two become closer, an invisible world gets in their way—a world of grudges and misfortunes, spells and curses. And once they’re thrust into this world, Elizabeth and Stephen must decide how deep they’re going to go—because the answer could mean the difference between love and death.






Bücher von David Levithan wandern eigentlich ohne jede Frage auf meine Wunschliste. Ein Glück wurde „Invisibility“ innerhalb einer goodreads-Leserunde gelesen, sodass ich das Buch ganz ohne schlechtes Gewissen vorbestellen konnte. Wegen Andrea Cremer hatte ich zwar erst so meine Zweifel – ihre Nightshade-Reihe wurde ja nicht so prickelnd aufgenommen –, aber David Levithan holt einfach aus vielen Autoren das beste raus, sodass die Befürchtungen nicht allzu groß waren.

Und Tatsache: Sowohl David Levithans als auch Andrea Cremers Parts sind klasse geschrieben. Stephen und Elizabeth sind authentische Jugendliche, in die man sich ziemlich gut hineinversetzen kann. Abwechselnd wird aus ihren Perspektiven erzählt und das in einer Sprache, die man den Protagonisten abnimmt. Besonders toll fand ich an der Stelle auch, dass Harry Potter, Dr Who und diverse andere Phänomene, mit denen Leute in dem Alter aufwachsen, öfter in dem Buch auftauchen. Das passiert viel zu selten, hier war das aber ganz toll gelöst.

Wer mir sofort ans Herz wuchs, war Laurie – Elizabeths kleinerer Bruder. Er ist ständig gut drauf, hat immer ein Witz auf den Lippen, aber kann auch ernst sein, wenn es die Situation verlangt. Elizabeth und er haben eine wunderbare Bruder-Schwester-Beziehung mit vielen Kabbeleien und Unsinn – aber wenn es drauf ankommt, halten sie absolut zusammen.

Die ersten hundert Seiten waren ziemlich grandios. Stephen ist einfach unsichtbar und wie das sein Leben formt, wird in verschiedensten Situationen dargestellt. Auf Gegenstände Kraft auszuüben – beispielsweise eine Türklinke herunterzudrücken und die Tür aufzumachen – ist eine aufwendige Angelegenheit für ihn, nicht zu vergessen, dass es auf Umstehende komisch wirkt, wenn eine Tür grundlos auf- und wieder zugeht. All diese Situationen fand ich sehr spannend mitzuerleben.

Aber dann kam ein Bruch, den ich bis zum Schluss nicht verstehen wollte. Ich hatte gedacht, dass Buch wäre nur paranormal angehaucht – also kein Schnickschnack bis auf die Tatsache, dass Stephen eben unsichtbar ist. Weit gefehlt. Nach dem ersten Drittel des Buchs geht es so richtig los mit Urban-Fantasy-Elementen, die zu allem Unglück nicht mal besonders individuell oder gut durchdacht sind. Sonst hätte ich mich damit ja noch anfreunden können, aber die Handlung verläuft ab der Stelle total geradlinig mit kindischster Schwarz-Weiß-Malerei.

Hinzu kommt das elende Info-Dumping, das über mehrere Kapitel betrieben wird. Natürlich wollen die Figuren mehr über diese ihnen bis dato unbekannte Welt erfahren – aber dem Leser einfach alles ins Gesicht zu kippen, statt ihn Häppchen für Häppchen zu füttern, finde ich dann doch äußerst ungekonnt. Es kam sogar so weit, dass ich mich manchmal zum Weiterlesen zwingen musste. Echt schade, wenn man bedenkt, dass Stil und Figuren (und die Handlung, zumindest auf dem ersten Drittel) echt toll waren. Als es zum Ende kam, war ich vor allem erleichtert, dass es vorbei war. Das Buch holt selbst an der Stelle nicht mehr viel heraus, sondern bleibt vorhersehbar. Da hätte ich mir von dem Autorengespann echt etwas mehr erwartet.




Für die ersten 100 Seiten würde ich 4-5 Sterne geben, einfach weil sie so viel Spaß gemacht haben. Figuren, Stil, Handlung – alles top. Aber dann geht es mit der Handlung so stark bergab, dass der Rest auch nicht mehr viel herausholen kann. Die vielen Fantasyelemente schienen mir unpassend und schlecht durchdacht. Deshalb keine Empfehlung für das Buch.


Kommentare:

  1. Es hätte so schön sein können .___.
    Ach menno, bis zu deinen letzten beiden Absätzen klingt es nach so einem tollen Buch. Ich finde DL sollte das noch mal überarbeiten und allein veröffentlichen :P

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    1. Dafür! Dafür! Dafür! Ich entwerfe dann schonmal die Petition :)

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