[Rezension] Emmy Laybourne - Monument 14

grass-harp | Sonntag, 5. Mai 2013 | / |


Titel: "Monument 14"
Autorin: Emmy Laybourne
Deutscher Titel: -
Reihe: Monument 14 #1
Genre: Young Adult, (Post-)Apokalypse
Seitenzahl: 294
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Verlag: Feiwel & Friends
Format: Hardcover
Wohltäter: Sandra (Notizbuchrunde)

Fourteen kids. One superstore. A million things that go wrong.
In Emmy Laybourne’s action-packed debut novel, six high school kids (some popular, some not), two eighth graders (one a tech genius), and six little kids trapped together in a chain superstore build a refuge for themselves inside. While outside, a series of escalating disasters, beginning with a monster hailstorm and ending with a chemical weapons spill, seems to be tearing the world—as they know it—apart.






„Monument 14“ – die Geschichte von vierzehn Kindern und Jugendlichen, die sich in einem Einkaufszentrum retten können, während die Welt von Umweltkatastrophen heimgesucht wird. Essen und Trinken gibt es dort in Massen, aber keine Erwachsenen. Die Gruppe muss selbst zusehen, wie sie überleben kann, die Älteren müssen sich um die Jüngeren kümmern und dann ist da noch die Frage, was draußen überhaupt alles passiert ist. Wie es mit ihnen weitergehen soll. Wo das alles hinführt...

Im Rahmen von Sandras NotizBuch-Runde bekam ich das Buch zugeschickt. Durch Bewertungen der Teilnehmer vor mir hatte ich Schlimmes erwartet und war dann relativ überrascht, als ich feststellte, dass das Buch gar nicht sooo schlecht war. Alles andere als gut, aber aber auch nicht abgrundtief schlecht. Dabei ist der Anfang ziemlich schwierig – zunächst einmal erfährt man kaum etwas über die Hauptfigur (selbst der Name wird erst nach vielen Seiten verraten), sodass man an ihrem Schicksal kaum Anteil nimmt. Das ist ziemlich blöd, weil man direkt ins Geschehen geworfen wird. Die Autorin fackelt nicht lange, sondern legt gleich los mit den Geschehnissen, die die Welt in diesem Buch verändern. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn sie sich zu lange mit Vorgeplänkel beschäftigen würde, aber ein bisschen mehr Kennenlernzeit mit der Hauptfigur hätte ich mir dann doch gewünscht.

Auch auf den weiteren Seiten wird es nicht gerade besser. Dean – sowie die anderen Figuren – verhält sich seltsam, mit seinen Gedanken kann man sich nicht so recht identifizieren und überhaupt nerven die Figuren. In einer solchen Ausnahmesituation ist es logisch, dass sie nicht ihre beste Seite zeigen, aber irgendwie hat mir das unmögliche Verhalten diverser Figuren etwas die Leselust genommen. Mein einziger Lichtblick waren die kleineren Kinder, die trotz ihrer teils nervigen Art viele tolle Charaktereigenschaften haben und einem alle paar Seiten ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Da ist zum Beispiel Baptiste, der nicht umhin kommt, anzumerken, was alles eine Sünde ist. Oder Max, der in seiner kurzen Vergangenheit schon viele schreckliche Dinge erlebt hat, sie aber so süß und unschuldig erzählt, dass man ihn dafür knuddeln möchte.

Aber Überraschung, es geht bergauf! Dean entwickelt sich tatsächlich zu so etwas wie einem einigermaßen verständlichen Protagonisten – was vor allem daran liegt, dass die Autorin dem Leser mehr Einblicke in seine Gedanken ermöglicht. Viel besser ist aber die Dynamik, die sich innerhalb der Gruppe entwickelt. Eingeschlossen in einem Supermarkt, unwissend, was im Rest der Welt vor sich geht. Da geht es natürlich rund und die Figuren nehmen verschiedene Rollen an. Anführer, Kindermädchen, etc. Wie sich das entwickelt, fand ich sehr interessant zu beobachten, zumal einige Wendungen wirklich überraschend sind.

Ganz genießen konnte ich es dann aber doch nicht, was vor allem daran lag, dass es irgendwann wieder langweilig wurde. Ich bekam das Gefühl, die Figuren würden sich im Kreis drehen. Viel mehr Probleme bereitete mir aber der Schreibstil – wenn man das überhaupt Stil nennen kann. Es ist tatsächlich mehr eine Aneinanderreihung von kurzen Sätzen. „Erst passierte das, dann das. Er sagte das. Dann passierte das und das.“ Furchtbar monoton. So richtig versinken konnte ich in dem Buch deshalb nicht.




„Monument 14“ muss man nicht unbedingt gelesen haben. Ganz abgrundtief schrecklich ist es aber auch nicht, und das nicht nur wegen der Kommentare. Die von der Außenwelt abgeschotteten Kinder zu beobachten, ist weitestgehend interessant. Ob ich den zweiten Teil lesen will, weiß ich aber noch nicht so recht – innerhalb einer ähnlichen Runde wahrscheinlich schon, ganz alleine könnte ich mich aber nicht dazu durchringen.


Kommentare:

  1. Hallo (:
    Ich habe dich getaggt und würde mich freuen, wenn du mitmachst.
    http://phantasiewelten.blogspot.de/2013/05/tag-11-fragen-3.html
    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!
    Nora

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    1. Hallo (:
      Oh, vielen Dank! Aber taggs mache ich hier eigentlich nicht, aber trotzdem danke.

      LG

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  2. Also ich find das Buch klingt eigentlich ganz gut o.O Aber Handlungsketten mag ich ja gar nicht gern D:

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    1. Joa, na ja, ich bereue nicht es gelesen zu haben, aber es hat schon so seine Schwächen. Das Notizbuch hat es noch mal wesentlich besser gemacht. Unbedingt empfehlen würde ich es dir aber trotzdem nicht.

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  3. Ich habe durch die Vorabmeinungen auch viel Schlimmeres erwartet. Das Buch glänzt zwar nicht mitgroßartiger Charaktertiefe oder tollem Stil, aber ich fand es total unterhaltsam. Manchmal will ich auch einfach nur beobachten wie verschiedene Menschentyen in Extremsituationen reagieren.

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    1. Ja, wie verschiedene Typen in so einer Situation reagieren, finde ich auch sehr interessant zu beobachten und dadurch, dass sie so abgeschottet waren, wird das ganze ja irgendwie noch intensiver, weil selten neuer Wind dazukommt. Und obwohl es so seine Schwächen hat, wäre ich der Fortsetzung gar nicht so unabgeneigt; das Ganze hat echt noch Potential...

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    2. Vor allem in Notizbuchform ;)

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  4. Das wollte ich (eigentlich) auch lesen :D Ist ja ne geile Wertung "abgrundtief schlecht ist es nicht" haha :D mal schauen, ob ich es jetzt noch lesen will :P

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    1. Vielleicht einfach mal ausprobieren? Irgendwie ist es auch echt interessant, nur die Umsetzung ist halt nicht ganz ganz grandios geworden... Aber ich glaube, vieles ist auch einfach Geschmackssache bei diesem Buch :) Würde mich auf jeden Fall interessieren, wie es dir gefällt, wenn du es lesen solltest.

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