[Rezension] Amy Spalding - The Reece Malcolm List

grass-harp | Montag, 22. April 2013 | / |


Titel: "The Reece Malcolm List"
Autorin: Amy Spalding
Deutscher Titel: -
Reihe: -
Genre: YA Contemporary
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: Februar 2013
Verlag: Entangled Teen
Format: Paperback
Wohltäter: Der Kapitän

Things I know about Reece Malcolm:

1. She graduated from New York University.
2. She lives in or near Los Angeles.
3. Since her first novel was released, she’s been on the New York Times bestseller list every week.
4. She likes strong coffee and bourbon.
5. She’s my mother.

Devan knows very little about Reece Malcolm, until the day her father dies and she’s shipped off to live with the mother she’s never met. All she has is a list of notebook entries that doesn’t add up to much.
L.A. offers a whole new world to Devan—a performing arts school allows her to pursue her passion for show choir and musicals, a new circle of friends helps to draw her out of her shell, and an intriguing boy opens up possibilities for her first love.
But then the Reece Malcolm list gets a surprising new entry. Now that Devan is so close to having it all, can she handle the possibility of losing everything?






„The Reece Malcolm List“ hat eine ganze Menge Potential: Eine gescheiterte Mutter-Tochter-Beziehung, deren Entwicklung man im Laufe des Buchs beobachten kann, eine Hauptfigur, die total auf Musicals und Show Choirs steht und das sonnige Los Angeles als Handlungsort. Aber trotz dieser vielversprechenden Zutaten konnte ich mich nicht so recht mit dem Buch anfreunden. Ohne Frage, es ist nicht schlecht – Devans Liebe zu Musicals wird gut rübergebracht und ist sehr nachvollziehbar; zudem dreht sich auch ein großer Teil das Buch um Castings, Chöre und Auftritte, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Beziehung zwischen ihrer Mutter Reece und Devan selbst, ist nicht gerade etwas, was man in jedem x-beliebigen Jugendbuch zu lesen bekommt und entwickelt sich glaubwürdig. Aber trotzdem gab es da etwas, das mich massiv störte: Das Tempo.

Während des Lesens kam ich mir ziemlich von der Autorin gehetzt vor. Es gibt einige vielversprechende Szenen, in denen eine Problematik mal so richtig offensichtlich wird. Oftmals reagieren die Figuren darauf sogar glaubwürdig – sei es nun mit Streit, Ignoranz, Trauer, etc. –, aber da hört es dann auch schon auf. Selbst wenn sich die Figuren mal zoffen, ist irgendwie kurz danach schon alles wieder gut, als wäre nie etwas passiert. Die Figuren reden kurz darüber und – puff – alles ist vergessen.

Es ist zwar schön, wenn sich nicht Seite um Seite ein riesiges Drama entfaltet. Aber irgendwann fragte ich mich, warum Devan nicht viel selbstbewusster und unbeschwerter durchs Leben geht, wenn sich eh alles so schnell klärt.

Hinzu kommt die Dreiecksgeschichte, die irgendwie schon fast eine Pentagon-Geschichte ist, weil jeder irgendwie auf jeden steht. Das war mir dann doch ein bisschen zu viel. Alle schwärmen in diesem Alter irgendwann mal für jemanden, aber dieses ganze Chaos und Hin und Her war irgendwann einfach unglaubwürdig und viel zu aufgesetzt. Es wäre wesentlich eindrucksvoller gewesen, wenn sich die Autorin einfach weniger Leute rausgepickt hätte, an der Stelle aber mehr in die Tiefe gegangen wäre.

Und auch mit den Figuren bin ich nicht ganz warm geworden. Sehr gut gefallen hat mir Reece Malcolm, deren Charakter wirklich facettenreich aufgebaut ist, und ihr Freund Brad. Devan selbst war mir jedoch viel zu platt. Anfangs ist sie noch sehr unsicher und schüchtern, was man bei einem derartigen Umzug verstehen kann. Viele Dinge macht sie dann aber doch richtig – womit wir wieder bei den Konflikten wären, die sich in Luft auflösen –, was einen als Leser zu der Frage führt: Warum benimmt sie sich überhaupt so, wenn es doch offenkundig auch anders geht? Und auch die Beziehung zu ihrem Vater war mir zu einfach dargestellt.

Zum Glück war der Stil sehr angenehm zu lesen und es gab ein paar süße Szenen. Aber das war es dann auch schon – ganz süß, mehr nicht.




„The Reece Malcolm List“ hat viel Potential, die Autorin schöpft das aber nicht aus. Viele Konflikte kommen viel zu schnell zu einem Ende und insgesamt fehlt es dem Roman an Tiefe. In der Richtung habe ich schon wesentlich bessere Bücher gelesen, sodass dieses hier nicht unbedingt sein muss. Sehr schade.


Kommentare:

  1. Mit Showchoirs und Musicals hast du mich ja jetzt fast schon wieder gehabt ;D Aber das Buch scheint sich trotzdem nicht zu lohnen, also lass ich's mal weiterhin aus.

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    1. Nee, lass es lieber, das lohnt sich echt nicht. Dann lieber Glee gucken oder so ;-)

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    2. Hervorragende Idee! Muss eh noch einige Folgen aufholen ;)

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    3. Na dann nichts wie los! Ich hab noch mehr als eine Staffel aufzuholen .__.

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    4. Hach, irgendwie fehlt mir die Motivation. Die neuste Staffel ist irgendwie nur noch so halbgut :/

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