[Rezension] Julie Kagawa - The Iron Daughter (The Iron Fey #2)

grass-harp | Mittwoch, 13. Juni 2012 | / |

A C H T U N G! 
Zweiter Teil einer Buchreihe. Weiterlesen auf eigene Gefahr!


Titel: "The Iron Daughter"
Autorin: Julie Kagawa
Deutscher Titel: "Plötzlich Fee - Winternacht"
Reihe: The Iron Fey #2 (Rezension zu Teil #1)
Genre: Young Adult, Urban Fantasy, Liebe
Seitenzahl: 359
Erscheinungsdatum: August 2010
Verlag: Harlequin Teen
Format: Taschenbuch
Preis: ca. 7,40 €
ISBN: 9780373210138
Wohltäter: Der Kapitän

Half Summer faery princess, half human, Meghan has never fit in anywhere. Deserted by the Winter prince she thought loved her, she is prisoner to the Winter faery queen. As war looms between Summer and Winter, Meghan knows that the real danger comes from the Iron fey—ironbound faeries that only she and her absent prince have seen. But no one believes her. Worse, Meghan's own fey powers have been cut off. She's stuck in Faery with only her wits for help. Trusting anyone would be foolish. Trusting a seeming traitor could be deadly. But even as she grows a backbone of iron, Meghan can't help but hear the whispers of longing in her all-too-human heart.

Quelle: Bild, Text





Nachdem mich der erste Band, „The Iron King“ so positiv überrascht hat und vor allem zum Ende hin mit einigen neuartigen Wendungen punkten konnte, wollte ich mir den zweiten Teil natürlich nicht entgehen lassen. Und auch in „The Iron Daughter“ trifft man wieder auf diesen bunten Mix aus Narnia, Alice im Wunderland, Harry Potter und allerhand anderen tollen Fantasybüchern. Mit der Ausnahme, dass es dort die Iron Fey nicht gibt, welche ich nachwievor als ziemlich tolle Erfindung sehe.

Meghan befindet sich mittlerweile im Königreich der Unseelie, nachdem sie ihren Bruder gerettet und den Iron King umgebracht hat. Ash hat sie seit einiger Zeit nicht gesehen und weil sie niemand anderen im Palast kennt, fühlt sie sich ziemlich einsam. Bei der Übergabe der Zepters an die Unseelie, passieren jedoch seltsame Dinge – das Zepter wird geklaut. Und erneut befindet sich Meghan auf einer atemberaubenden Jagd durch die menschliche Welt und das Nevernever.

Meghan wird von den üblichen Verdächtigen begleitet. So begegnet man in diesem Buch auch wieder Ash, Puck, dem Kater Grimalkin und auch Figuren wie Ironhorse, die ich allesamt im ersten Band liebgewonnen hatte. Nicht nur die erfrischenden Dialoge zwischen den Figuren, sondern auch die sonderbarsten Charaktereigenschaften, die sie besitzen, verleihen dem Buch einen eigenen Witz. Ich konnte nicht anders, als mich Seite um Seite über die Konstellation zu freuen. Aber auch neue, teils sehr skurrile Figuren tauchen auf, die nicht minder interessant sind.

Da Julie Kagawas Roman ganz klar handlungsorientiert ist, konzentriert sie sich natürlich weniger auf Charakterzeichnung. Dennoch muss ich zugeben, dass dies mir hier gereicht hat. Meghan, Puck und Co. sind vielleicht nicht gänzlich individuell, doch sie haben ihre Ecken und Kanten, was sie zu realistischen Charakteren macht. Besonders Meghan nehme ich noch immer als ziemlich bodenständige Hauptfigur wahr und bin deshalb froh, aus ihrer Perspektive zu lesen.

Handlungstechnisch steht „The Iron Daughter“ seinem Vorgängerband in nichts nach. Es gibt viele Twists und Turns und rasante Abschnitte, die dann von ruhigen Passagen unterbrochen werden. Neben der Suche nach dem Zepter steht auch wieder Beziehungschaos an. Denn schließlich dürfen sich Sommer- und Winterfeen eigentlich nicht verlieben. Mal ganz abgesehen davon, dass Puck ebenfalls Meghans Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wir haben hier also mal wieder das typische Liebesdreieck.

Mich hat es überraschenderweise jedoch kaum gestört. Puck und Ash sind beide keine Waschlappen, sodass man den Konflikt recht gut nachvollziehen kann. Das Thema wird zudem nicht überdramatisiert. So ging es mir nicht auf die Nerven – im Gegenteil. Ich bin jetzt regelrecht gespannt, wie es in dieser Hinsicht weitergehen wird. Zu Julie Kagawas Stil kann ich wieder nur eins sagen: Toll! Ich mag ihre Formulierungen; die Dialoge, die sehr authentisch wirken, und den trockenen Humor, mit dem sie schreibt. Kein Wunder also, dass die knapp 350 Seiten erneut an mir vorbeigeflogen sind... und ich die Fortsetzung jetzt kaum erwarten kann.



„The Iron Daughter“ ist eine mehr als würdige Fortsetzung, die erneut mit einer fantasievollen Geschichte und spannenden Handlung überzeugen kann. Ein besonderer Pluspunkt ist für mich die Vielfalt der Charaktere. Von mir aus gibt es also wieder eine glasklare Leseempfehlung!

Kommentare:

  1. Jetzt hast du mir richtig Lust gemacht, die Reihe weiterzuverfolgen :-)
    Ich war mir ja unsicher, ob ich nach dem ersten Band (den ich gut fand, aber nicht außergewöhnlich) aufhören oder fortfahren soll und bin jetzt dank verschiedener Rezensionen und Leseproben doch zu dem Entschluss gekommen weiterzulesen.
    ICH FREUE MICH SCHON AUF MEHR ÜBER MEINEN LIEBLING EISENPFERD ;-)

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    1. Hihi, das ist gut :D Hoffentlich wird Band 2 dann keine Enttäuschung für dich!
      Jaaa EISENPFERD ist auch wieder mit dabei. Wir hatten uns ja bei Band 1 auch schon über ihn unterhalten und als er dann in Band 2 auftauchte, musste ich an dich denken :) Er spielt auf jeden Fall eine größere Rolle.

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  2. Freut mich, dass dich Meghan scheinbar nicht so sehr angenervt hat! :D
    Ich persönlich fand ja das Liebesdreieck sehr unnötig. Es ist eigentlich ziemlich offensichtlich, dass Meghan in Ash verliebt ist und dann noch einen zweiten Herzensjungen für sie reinzulassen, nur weil Herr Nr. 1 mal gerade verhindert ist ... nee. (Ist ja okay, dass Puck auf sie steht, aber muss sie da echt auf einmal drauf anspringen?) Wenn ich mich recht entsinne, sagt sie irgendwann auch sowas wie "Why not try Puck?" Ich hätt ihr am liebsten irgendwas ins Gesicht gedonnert. xD

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    1. Irgendwie ging sie mir komischerweise nicht so auf die Nerven. Aber ich hatte mich auch gegen alle möglichen Dinge gewappnet, als du meintest, dass sie etwas nerven wird, im zweiten Teil.
      Jaa, okay, das ist schon ein bisschen sehr dreist. Aber irgendwie habe ich es mir dann damit erklärt, dass Meghan vorher noch nie Glück in der Beziehung hatte und diesen komischen Footballer angehimmelt hat. Ich denke, sie fühlt sich vor allem geschmeichelt, dass auch Puck auf sie steht :S

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    2. Dann hatt's ja geholfen. ;D
      Hm, ist für mich nicht wirklich eine Erklärung, aber ich muss zugeben, dass ich in solchen Dingen manchmal ein wenig ... idealistisch bin? Ich bin da meist recht untolerant gegenüber.

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