[Rezension] John Green - The Fault in Our Stars

grass-harp | Mittwoch, 27. Juni 2012 | / |

Titel: "The Fault in Our Stars"
Autor: John Green
Deutscher Titel: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"
Reihe: -
Genre: Young Adult, Contemporary, Romance, Coming-of-Age
Seitenzahl: 318
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Verlag: Dutton Juvenile
Format: Hardcover
Preis: ca. 12,95 € €
ISBN: 9780525478812
Wohltäter: Der Kapitän

Diagnosed with Stage IV thyroid cancer at 13, Hazel was prepared to die until, at 14, a medical miracle shrunk the tumours in her lungs... for now.
Two years post-miracle, sixteen-year-old Hazel is post-everything else, too; post-high school, post-friends and post-normalcy. And even though she could live for a long time (whatever that means), Hazel lives tethered to an oxygen tank, the tumours tenuously kept at bay with a constant chemical assault.
Enter Augustus Waters. A match made at cancer kid support group, Augustus is gorgeous, in remission, and shockingly to her, interested in Hazel. Being with Augustus is both an unexpected destination and a long-needed journey, pushing Hazel to re-examine how sickness and health, life and death, will define her and the legacy that everyone leaves behind.

Quelle: Bild, Text





Ganz unschuldig kommt „The Fault in Our Stars“ daher. Ein einfacher Schutzumschlag in einem schönen Blauton, mit einer schwarzen und einer weißen Wolke. Ein ganz schlichtes Buchcover, auf dem mich nur der Autorenname darauf vorbereitete, dass ich das Buch vielleicht nicht so schnell wieder vergessen würde. Sobald ich den Roman aufschlug, wurde mir aber klar, dass ich einen Wolf im Schafspelz vor mir hatte. Die ersten Sätze sind mitreißend geschrieben, gleichzeitig entblößen sie aber auch Details über die Art und Weise der Hauptfigur Hazel. Hinterrücks schlich sich diese Protagonistin zusammen mit ihrem Gefolge in mein Herz, nur um es sich dort gemütlich zu machen.

Denn Hazel ist nicht wie andere Hauptfiguren. Auch die anderen Menschen in „The Fault in Our Stars“ sind nicht austauschbar, sondern allesamt glaubwürdig und authentisch. Die kuriose Mischung aus Eigenheiten und Normalität, die die Figuren allesamt innehaben, lässt die Geschichte zum Leben erwachen. So ist Gus beispielsweise nicht der übliche Mr. Perfect, der in jedem zweiten Jugendbuch seinen Auftritt hat. Im Gegenteil – auch wenn es anfangs anders scheinen mag, ist auch Augustus weit davon entfernt, perfekt zu sein, und gerade deshalb beginnt man, ihn so richtig zu mögen. Weil er real wirkt und nicht überirdisch.

Aber auch was die restlichen Aspekte des Romans betrifft, legt John Green eine atemberaubende Gratwanderung hin: Witz und Ernsthaftigkeit, Freude und Trauer, Jugendsprache und gehobene Sprache, Dialog und Handlung, sowie Spannung und Ruhe halten sich allesamt die Waage. Hinzu kommt, dass er mit einigen Gedankenanstößen den Leser tatsächlich zum Nachdenken bewegt und dem Buch Tiefe verleiht. Sehr oft musste ich das Buch bei Seite legen, um über bestimmte Aspekte nachdenken zu können oder aber auch um einige Passagen zu verdauen.

Denn obwohl John Green sehr lustig sein kann, muss einem bei diesem Buch klar sein, dass hier auch viel Schlimmes passiert. Ganz frei von triefendem Kitsch oder überdramatisierten Aktionen erzählt der Autor Hazels Geschichte, was sie noch berührender macht. Und obwohl die Geschichte aus ihrer Perspektive geschrieben ist, fiebert und leidet man auch mit den anderen Figuren mit.

Aber leider muss auch dieses wundervolle Buch irgendwann zu einem Ende kommen. Anders als bei vielen anderen Büchern ertappt man sich allerdings auch noch Tage nach dem Zuklappen dabei, wie die Gedanken zu Hazel & Co. zurückschweifen.





Mit „The Fault in Our Stars“ ist es John Green erneut gelungen, einen wunderbaren Roman für junge Erwachsene zu schreiben. Einzigartige Figuren, John Greens ganz besonderer Stil und viel Tiefgang machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ich kann das Buch nur aus tiefstem Herzen weiterempfehlen – sowohl an begeisterte John-Green-Fans als auch -Neulinge. Aber Achtung – haltet die Taschentücher bereit und richtet euch darauf ein, dass ihr dieses Buch nicht so schnell wieder vergessen werdet!


Kommentare:

  1. Was für eine tolle Rezension, das macht mich noch neugieriger, als ich es ohnehin schon bin. Man merkt richtig, wie sehr dich das Buch fasziniert hat. :)

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    1. Aah es ist absolut faszinierend!! Ich kann dir das Buch nur empfehlen. Bald erscheint es ja auch auf Deutsch, dann können noch mehr Leute die Genialität dieses Buchs genießen xD

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  2. Schöne Rezension! Aber John Green gehört auch wirklich zu einer ganz speziellen Liga von Autoren ;) Bisher habe ich leider nur ein Buch von ihm gelesen, aber es hat mich mitgerissen! Ich werde auch bestimmt diesen Buch noch lesen!

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    1. Danke :)
      Ja, das stimmt. Welches hast du denn von ihm gelesen? Egal welches es war, ich fand bisher alle seine Bücher genial (auch wenn "The Fault in Our Stars" und "Looking for Alaska" noch ein Stückchen besser sind als die anderen) und kann sie demnach allesamt nur weiterempfehlen :]

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  3. Wirklich wunderbar sanft umschrieben hast du deine Eindrücke zum Buch. Ich musste einen kleinen Kloß runterschlucken. Und nein, vergessen kann man diese Geschichte ganz sicher nicht...sollte es auch auf keinen Fall. :)

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    1. Danke :] Es freut mich sehr, dass du die Geschichte auch so wahrgenommen hast. Wirklich ein ganz besonderes Buch...

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  4. Meine eh schon viel zu lange Wunschliste wurde mit einem weiteren Mitglied bereichert *seufz* :'D
    Aber wenigstens kann ich daran nach Deiner (ausgesprochen guten!) Rezension mit einigen Erwartungen herantreten.

    Bin grad über Deinen Blog gestolpert & auch gleich mal Leserin geworden. Ich mag Dein Design sehr *__*
    Wenn Du magst, kannst Du auch mal bei mir vorbeischauen. Kritik (ob gut oder schlecht) ist immer gut zu gebrauchen :))

    Alles Liebe,
    Caro
    http://carostipp-caro.blogspot.de/

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    1. Haha, das Buch hat einen Platz auf deiner Wunschliste (und eigentlich auch im Regal) wirklich verdient.

      Vielen Dank, es freut mich sehr, dass es dir gefällt :D

      Liebe Grüße
      Hannah

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  5. das hast du wirklich schön geschrieben ^^ ich glaube JEDER, der das buch liest, egal, was auch immer er sonst bevorzugt wird dem charme der charaktere erliegen und dem traurigen ende :/

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    1. Jaa, das kann schon stimmen. Wem das Buch gaar nicht gefällt... oO Ich glaube, der- oder diejenige hat kein Herz :P

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  6. Tolles Buch, das mich auch sehr berührt hat.

    Mehr über John Green und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und seinen Videoblog habe ich auf Facebook gefunden.

    http://www.facebook.com/JohnGreenFreunde

    Kai

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