[Rezension] Rachel Hartman - Seraphina



Titel: "Seraphina"
Autorin: Rachel Hartman
Deutscher Titel: Seraphina
Reihe: Seraphina #1
Genre: High Fantasy, Young Adult
Seitenzahl: 369
Erscheinungsdatum: Juli 2012
Format: Paperback // Corgi Children's
Wohltäter: The Captain

Four decades of peace have done little to ease the mistrust between humans and dragons in the kingdom of Goredd. Folding themselves into human shape, dragons attend court as ambassadors, and lend their rational, mathematical minds to universities as scholars and teachers. As the treaty's anniversary draws near, however, tensions are high.
Seraphina has reason to fear both sides. An unusually gifted musician, she joins the court just as a member of the royal family is murdered in suspiciously draconian fashion. Seraphina is drawn into the investigation, partnering with the captain of the Queen's Guard, the dangerously perceptive Prince Lucian Kiggs. While they begin to uncover hints of a sinister plot to destroy the peace, Seraphina struggles to protect her own secret, the secret behind her musical gift - one so terrible that its discovery could mean her very life.






Ich muss zugeben – am Anfang tat ich mich mit dem Buch etwas schwer. Rachel Hartmans Stil ist nicht gerade leichte Kost; ihre Wörter lassen sich nicht einfach so herunterschlingen. Die Formulierungen sind komplexer, die Wörter schwieriger zu verstehen. Zum Großteil liegt letzteres aber auch daran, dass mit furchtbar vielen fremden Wörtern in der Gegend herumgeschmissen wird, die man gar nicht richtig erklärt bekommt und sich auch kaum aus dem Kontext zusammen reimen kann. In solchen Fällen ist es dann sinnvoll zu wissen, dass sich auf den letzten Seiten des Buchs ein Glossar befindet, in dem genau diese Stolperfallen erklärt werden. Blöd, wenn man da nicht nachschaut! Denn dann ergibt das ganze plötzlich Sinn und man kann sich auch so richtig auf die Handlung und die Hauptfigur einlassen, weil man keine Zeit mehr mit Wörterraten verschwendet. Komplexer als gedacht bleibt der Stil aber trotzdem – aber er passt mit diesen verschnörkelten Formulierungen unglaublich gut zur sehr belesenen und intelligenten Hauptfigur, sowie in die Zeit, in der die Geschichte spielt.

[Neu im Regal + Momentaufnahme] The Knife of Never Letting Go


Die Chaos Walking Reihe stand schon lange auf meiner Wunschliste, aber erst als die neuen Ausgaben vorgestellt wurden, konnte ich mich endlich dazu durchringen, sie zu bestellen. Wegen einiger Lieferengpässe verzögerte es sich etwas, bis ich mit dem ersten Teil anfangen konnte (und Teil 2 und 3 lassen noch lange auf sich warten), aber jetzt ist es endlich so weit!

Ich war ganz froh darüber, dass ich am Freitag Freunde besuchen gefahren bin und deshalb im Zug ganz viel lesen konnte. Blöd war nur, dass ich schon nach ein paar Seiten feuchte Augen hatte und dementsprechend öfter mal Pause machen musste. Aber das ist ja echt ein Luxusproblem - ich bin froh, dass mich das Buch bisher so berühren konnte und bin gespannt, was auf den letzten 200 Seiten noch passieren wird.

Übrigens möchte ich jetzt auch einen Hund haben, so einen wie Manchee. Er ist so hypermegatoll! Schon allein seinetwegen lohnt sich das Buch.

[Preview] Firecracker









Being Astrid Krieger is absolutely all it's cracked up to be.
She lives in a rocket ship in the backyard of her parents' estate.
She was kicked out of the elite Bristol Academy and she's intent on her own special kind of revenge to whomever betrayed her.
She only loves her grandfather, an incredibly rich politician who makes his money building nuclear warheads.
It's all good until...

"We think you should go to the public school," Dad said.
This was just a horrible, mean thing to say. Just hearing the words "public school" out loud made my mouth taste like urine (which, not coincidentally, is exactly how the public school smells).


Will Astrid finally meet her match in the form of public school? Will she find out who betrayed her and got her expelled from Bristol? Is Noah, the sweet and awkward boy she just met, hiding something?
Quellen: Bild, Text

Erscheinungstermin: 16. Mai 2013


Hat jemand von euch schon mal von David Iserson gehört? Nein? Ich auch nicht. Er ist einer der Autoren der TV-Serie "New Girl" ... und bringt übermorgen seinen ersten Roman raus. Ich bin vor allem darauf aufmerksam geworden, weil ich das Cover so abgespaced cool fand, dass ich mich gleich mal weiter informieren musste. Und siehe da... Auch der Inhalt klingt ganz gut. Etwas seltsam vielleicht, aber ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch saukomisch ist.

Wenn ihr euch mal den absolut seltsamen, irgendwie aber auch ganz süßen Trailer zum Buch angucken wollt, bitte einmal hier entlang:



Ich finde es irgendwie süß, dass der Trailer so selbstgemacht ist. Bei vielen Buchtrailern nervt mich, dass sie a) immer irgendwelche dramatische klassische Musik im Hintergrund haben, b) die Figuren meist abgebildet werden, sodass man sich kaum ein eigenes Bild machen kann und c) irgendjemand versucht, die Erzählerstimme ganz nachdenklich und pathetisch zu verkörpern. Sieht hier aber ganz anders aus und das ist mir verdammt sympathisch.

[Rezension] Hannah Harrington - Saving June



Titel: "Saving June"
Autorin: Hannah Harrington
Deutscher Titel: -
Reihe: -
Genre: Contemporary Young Adult
Seitenzahl: 322
Erscheinungsdatum: November 2011
Verlag: Harlequin Teen
Format: Paperback
Wohltäter: Steflite

Harper Scott’s older sister has always been the perfect one so when June takes her own life a week before her high school graduation, sixteen-year-old Harper is devastated. Everyone’s sorry, but no one can explain why.
When her divorcing parents decide to split her sister’s ashes into his-and-her urns, Harper takes matters into her own hands. She’ll steal the ashes and drive cross-country with her best friend, Laney, to the one place June always dreamed of going, California.
Enter Jake Tolan. He’s a boy with a bad attitude, a classic-rock obsession and nothing in common with Harper’s sister. But Jake had a connection with June, and when he insists on joining them, Harper’s just desperate enough to let him. With his alternately charming and infuriating demeanour and his belief that music can see you through anything, he might be exactly what she needs.
Except June wasn’t the only one hiding something. Jake’s keeping a secret that has the power to turn Harper’s life upside down again.






Sie ist nicht neu, die Thematik um den Tod der älteren Schwester und die anschließende Suche nach Antworten, das Bemühen um’s Klarkommen und sich nicht schuldig fühlen. Insofern ist „Saving June“ keine Neuerfindung des Rads. Und auch die Kombination aus Tod einer nahestehenden Person und anschließendem Road Trip kommt nicht total selten vor. Vier Beutel Asche? Klingelt’s bei irgendwem?

Trotzdem. „Saving June“ ist genial. Trotz bereits tausendmal ausgebreiteten Themen ist es unwiederruflich klasse und genial. Ich könnte es sofort noch einmal lesen, so toll fand ich es. Das liegt vor allem daran, dass die Autorin in meinen Augen so vieles richtig macht, was viele andere vor ihr falsch oder eben nicht ganz richtig gemacht haben.

Zum einen ist da die Hauptfigur Harper: Sie ist voller Wut, auf ihre Schwester, auf ihr Umfeld, auf dieses ganze Chaos, inmitten dem sie schwebt. Trauer ist in ihrem Gefühlscocktail auch vorhanden; aber sie manifestiert sich nicht auf gewohnte Art und Weise. Bei der Beerdigung ihrer Schwester weint sie nicht – kein einziges Mal weint sie und wird dadurch von manchen Personen als kalt abgestempelt. Nach außen zeigt sie vor allem Wut und verhält sich aggressiv oder schnippisch. Sie hat so massive Ecken und Kanten, dass es unter Umständen schwer sein könnte, mit ihr klar zu kommen. Für mich war sie dadurch noch greifbarer. Schon nach ein paar Seiten wollte ich nicht mehr aus ihrem Kopf verschwinden. Alles ist dort so real und verständlich, nicht zuletzt durch Hannah Harringtons Stil, der ganz wunderbar zu einer Ich-Erzählerin im Teenageralter passt, aber trotzdem nicht platt ist.